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Der Existenzstart im Traditionshotel


Heidrun Handrack ist seit Anfang Mai 2005 die neue Hausherrin im Senftenberger "Kronprinz" Senftenberg. Mutig war der Schritt zur Übernahme des Hotels "Kronprinz" im Herzen der Kreisstadt allemal. Obwohl die künftigen Eigentumsverhältnisse für die Traditionsimmobilie in der Schwebe sind, hat Heidrun Handrack als neue Pächterin kurz entschlossen den Sprung ins kalte Wasser vollzogen. "Tollkühn bin ich aber wirklich nicht. Jetzt war der richtige Zeitpunkt da, um meine Zukunft auf die eigenen Füße zu stellen", sagt die junge Frau.

Der resolute Blick von Heidrun Handrack vermittelt Zuversicht. Sie meint es ernst. Acht Jahre lang hat die zweifache Mutter als Zimmermädchen das Übernachtungsgeschäft von der Pike auf gelernt. Zuletzt kümmerte sie sich in einer privaten Pension in der Kreisstadt mit um das Wohl der dortigen Gäste. Als der Ehemann, die Kinder, Eltern und Freunde dann vor Monaten erstmals von den Plänen der 38-jährigen Senftenbergerin hörten, waren sie "im ersten Moment geschockt". Ein Rückzieher kam für Heidrun Handrack zu jenem Zeitpunkt jedoch nicht mehr in Frage. "In zehn Jahren hätte ich mich geärgert, wenn ich die Chance zur Existenzgründung jetzt nicht beim Schopfe gepackt hätte", sagt sie heute.

Seit Anfang Mai ist Heidrun Handrack im "Kronprinz" Quartierchefin über 15 Hotelzimmer mit 31 Betten. Das Übernachtungsgeschäft habe sich in den ersten Wochen vor allem mit der laufenden Saison am Lausitzring sehr gut angelassen, hatte die 38-jährige Hotelbesitzerin schon Mitte Juli bei ihrem Beitritt zum Fremdenverkehrsverein Niederlausitzer Seen eine erste Bilanz gezogen. Die Mitglieder eines luxemburgischen Rennteams buchten mittlerweile zum dritten Mal bei Heidrun Handrack ihr Nachtlager. Internationale Gäste konnte die frisch gebackene Gründerin auch schon aus Österreich, der Schweiz, Irland, Finnland und Australien begrüßen. Vor dem Schritt in die Selbstständigkeit hatte Heidrun Handrack gezielt ihre Englischkenntnisse aufpoliert.

Dass unabhängig vom leer stehenden Hotel zu Jahresbeginn im Hause das italienische Restaurant "Due Fratelli" die Pforten geöffnet hatte, erweist sich mittlerweile als echter Standortvorteil. "Die Zusammenarbeit mit den Gaststättenbetreibern klappt super", bestätigt Heidrun Handrack. Seit einigen Tagen bietet die junge Hotelbesitzerin in Absprache mit dem Restaurant Übernachtungspakete mit Halbpension an.
Die Sparkasse Niederlausitz macht als bevorrechtigter Gläubiger gegen den Alt-Eigentümer des Hotels im Grundbuch abgesicherte Forderungen geltend. Ein Verkauf kam bisher aber nicht zustande. "Aus diesem Grund ist es positiv, dass das Objekt wieder bewirtschaftet wird und Einnahmen aus dem laufenden Betrieb erzielt werden", brachte Maik Neumann aus der Immobilienabteilung der Sparkasse Niederlausitz die Sicht des Kreditinstituts auf den Punkt.
Mit sehr viel Kraft und "wenig Eigenkapital" hat Heidrun Handrack den Hotelbetrieb in der Traditionsherberge neu aufgebaut. Die Zimmer mussten renoviert werden. "In den Räumen fehlten die Fernseher und stand zum Teil noch veraltetes Mobiliar", erzählt die Hotelchefin von ihren Anfangsschwierigkeiten. Angst davor, dass aufgrund der schwierigen Eigentumslage der ganze Aufwand umsonst gewesen sein könnte, hat sie nicht. "Stück für Stück werden wir vorwärts kommen", glaubt Heidrun Handrack. Mit "wir" meint sie auch ihre Familie. Die ziehe inzwischen prima mit.

Der Mut zur Selbstständigkeit in der Heimat, die von der Vergreisung und der nach wie vor ungebremsten Abwanderungswelle weiter gebeutelt wird, verdient deshalb höchsten Respekt. Und Anerkennung. Denn Mut braucht ein Existenzgründer wirklich jede Menge. Heidrun Handrack, die «Kronprinz» -Chefin, hat’s gewagt. Hut ab! Sie setzt auf die Zukunft der Region – mit ihren wohl größten Pfunden, dem Lausitzring und dem Seenland. Auf dass sich von ihr noch ein paar Leute an stecken lassen.  

" Übrigens ist das Hotel, seit April 2006 nun Eigentum, von Heidrun
Handrack. "

Hotel Kronprinz  | kronprinz(at)compka.de
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